Pulled Chicken Burger Mexican Style von Time to Meat

Pulled Chicken Burger

Mein Freund Björn von Time to Meat hat kurioser Weise in der gleichen Woche wie ich eine Pulled Chicken Mexican Style Variante gemacht. Er hat hier allerdings einen Pulled Chicken Burger draus gebastelt. Ein Grund mehr euch dieses Rezept in meiner neuen Kategorie Rezepte von und mit Freunden zu zeigen.

Folgende Zutaten braucht man um für 6 Personen Pulled Chicken Burger zu machen:

Pulled Chicken:
• 2 Hähnchen (rund 3 kg gesamt)
• Olivenöl
• 3 EL Gewürzmischung (ich habe Southwest Cajun von Ankerkraut genommen)
• 3-4 Liter Wasser
• 360g Salz
• 6 EL Zucker
• Saft einer Limette
• 12 Buns
• etwas BBQ Sauce nach Wahl
• Tacos

Salsa als Topping:
• 5 reife Tomaten
• 1 Zwiebel
• 2 Knoblauchzehen
• 3 EL Olivenöl
• 1 EL Brauner Zucker
• 1 EL Zitronensaft
• 1 Mango
• 1/2 TL Chipotle Chilis
• 1 EL gehackter, frischer Koriander

Gesmoktes Gemüse als Basis:
• 2 Tomaten
• 3 Paprika
• 4 Zwiebeln
• 2 Knoblauchzehen
• 3 Frühlingszwiebeln
• Salz
• Pfeffer
• 4cl Rum
• 2 EL Zuckerrübensirup
• 2 EL gehackter frischer Koriander

Am Vortag müssen wir uns schon mal um die Hähnchen kümmern. Damit sie möglichst zart und saftig werden, habe ich sie in ein Brine eingelegt.

Ein Brine ist im Prinzip eine Salz-Zuckerlösung, in die Fleisch oder Fisch (in diesem Fall die Hähnchen) eingelegt werden. Das Fleisch saugt sich mit der Lösung voll und würzt es somit auch von innen. Durch die Einwirkung von Salz und Zucker werden Zellproteine aufgetrennt. Die Proteine gehen auf, können dadurch leichter mit einander reagieren und es bildet sich eine Art Gitter. Bei Hitze verschmilzt dieses und verhindert zum Teil das Austreten des Wassers. So wird das Fleisch gewürzt und bleibt saftig.

Also, nehmt einen großen Topf oder Bräter, in den die Hähnchen hineinpassen, füllt das Wasser hinein, bringt es zum Kochen und löst dann darin das Salz, den Zucker und den Rub auf. Ich habe mich für Southwest Cajun von Ankerkraut entschieden, da ich finde, dass Paprika, Thymian und Fenchel toll als Gewürze passen. Gebt ebenso den Limettensaft hinzu. Wenn die Lösung nun abgekühlt ist (könnt Ihr auch mit Eiswürfeln beschleunigen), versenkt Ihr die Hähnchen darin und stellt diese über Nacht kalt.

Am nächsten Tag nehmt Ihr die Hähnchen aus der Lösung, wascht sie kurz unter fließendem Wasser ab und tupft sie trocken. Schneidet ihnen nun die Wirbelsäule mit einem scharfen Messer oder einer Geflügelschere heraus, sodass Ihr sie aufklappen könnt. Legt sie mit der Innenseite nach unten und presst kräftig auf die Brust. Ihr brecht so das Brustbein und das Hähnchen liegt flacher auf. Nun könnt Ihr die Hähnchen mit etwas Öl einreiben und dann großzügig mit der Gewürzmischung würzen.

Achtet auch darauf, dass Ihr auch das Filet unter der Haut mit würzt. Hebt dazu die Haut etwas an und fahrt am Besten mit dem Finger unter der Haut her. Die Haut löst sich und Ihr kommt mit dem Gewürz überall hin.

Während der Smoker (oder Grill) auf ca. 130 Grad vorheizt, kann das Gewürz noch einwirken.

Legt dann die Hähnchen in den indirekten Bereich. Ziel ist eine Kerntemperatur von 80 Grad. Das hat bei mir ungefähr zweieinhalb Stunden gedauert. Aber es hängt natürlich auch immer vom Wetter usw. ab.

Wenn die 80 Grad erreicht sind, bekommen die Hähnchen noch mal 1 Stunde in Alufolie Zeit zu ruhen. Dies sollte natürlich an einem warmen Ort sein. Zum Beispiel im Ofen bei 60 Grad. Nach der Stunde könnt Ihr dann die Haut vom Hähnchen abziehen und das Fleisch von den Knochen trennen und kleinrupfen.

Die Haut wird noch mal klein geschnitten und in einer Pfanne angeknuspert. Gebt die knusprige Haut dann mit zu dem Fleisch und mischt alles gut durch. Ob Ihr dann BBQ-Sauce untermischt und wenn ja, wie viel, ist Geschmackssache. Das dürft Ihr selbst entscheiden… 🙂

Die Idee, das Gemüse für die Salsa und das Bett zu smoken kam mir eigentlich erst während der Vorbereitungen. Es war noch Platz im Smoker und so habe ich also die Tomaten, die Zwiebeln, den Knoblauch, die Paprika und die Frühlingszwiebeln für ca 30-40 Minuten mit in den Smoker gelegt.

Für die Salsa schneidet Ihr die Tomaten (die Haut könnt Ihr nach dem Smoken ganz leicht abziehen), die Zwiebel, den Knoblauch und die Mango klein und mischt dann alle Zutaten zusammen.

Für das Gemüse schneidet Ihr auch alles klein und bratet es dann in einer Pfanne scharf an. So erhaltet Ihr noch ein paar Röstaromen. Löscht nun das Gemüse mit dem Rum ab und rührt den Zuckerrübensirup unter. Lasst es noch etwas in der Pfanne, damit das Gemüse mit dem Sirup karamellisieren kann.

Und nun kommt der große Moment, alles zu einem Pulled Chicken Burger zusammen zu bauen. Die Tacos habe ich etwas zerbröselt und zwischen das Pulled Chicken und der Salsa gerieselt. Das gibt noch mal einen richtigen guten Crunch! 🙂

Fazit für den Pulled Chicken Burger:

Ich finde die Kombination als Pulled Chicken Burger Mexican Style einfach klasse!!! Man hat das Raucharoma, die Schärfe, die Süße der Mango, die Würze… Es gibt nichts, was ich irgendwie vermisst hätte. Probiert das unbedingt mal aus. Es lohnt sich! 🙂

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