Pulled Kassler Burger mit Sauerkraut und Ananas

Pulled Pork Burger

Pulled Pork ist eine der Dreifaltigkeiten des BBQ. Nachdem sich zu dem lecker gerupften Schweinefleisch schon etwas länger das Beef und das Chicken dazu gesellt hat, kam kürzlich auch das Kassler dazu. Das gepökelte und schon leicht geräucherte Stück Schwein steht dem Ganzen in nichts nach. Zudem bringt es schon einen etwas anderen Grundgeschmack mit. Nachdem ich es schon mal im Smoker gemacht habe, kommt es heute zusammen mit Sauerkraut aus dem Slow Cooker daher. Und wo schmeckt dieser rustikale Mix zu dieser Jahreszeit besser als auf einem Burger.

Obwohl man ein Pulled Kassler nicht direkt am Vortag vorbereiten muss, habe ich mich trotzdem an die Art und Weise wie beim Pulled Pork gehalten. Es reicht eigentlich wenn man es kurz vorm Zubereiten würzt. Schließlich hat es schon einmal das Pökeln und leichte Räuchern hinter sich. Ich persönlich fühle mich so dann eben besser.

Da ich den 6,5 Liter Bristol von Klarstein nutze muss hier natürlich auch die dementsprechende Menge verarbeitet werden. Aber es geht natürlich auch im Smoker oder Gasgrill. Hier variiert dann die Zeit.

Mit dieser Menge konnte ich gute 18-20  Portionen Pulled Kassler Burger herstellen.
  • 3 KG Kassler Nacken
  • 1,5 KG Sauerkraut
  • 2 Äpfel
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 150 ml Apfelsaft
  • 30 ml Apfelessig
  • 5 Lorbeerblätter
  • 10 Wacholderbeeren
  • 1 kleines Glas Meerrettich
  • pro Burger 1 Scheibe Ananas
  • Burger Buns
  • Magic Dust, Salz, Pfeffer, Kümmel, BBQ-Sauce

 

Und so habe ich es gemacht:

Am Vorabend habe ich das Kassler mit dem Inhalt des kleinen Glas Meerrettich eingerieben, mit Magic Dust von Spicebar rundherum gewürzt und fest in Folie eingewickelt. So kam es in den Kühlschrank.

Am Folgeabend habe ich die Gemüsezwiebel in kleine Stücke geschnitten und sie in den Slow Cooker gegeben. Das Sauerkraut und die nun klein geschnittenen Äpfel kamen auf die Zwiebeln. Ich habe es jetzt mit den Lorbeerblättern, Wacholderbeeren und 3 TL Kümmel gewürzt und einmal durchgerührt.

Macht ihr dieses Gericht im Smoker oder Gasgrill dann empfehle ich euch das Sauerkraut in eine feuerfeste Schale zu geben. Hier bietet sich die große Koncis vom Schwedenhaus an. Hierbei könnt ihr den Gittereinsatz drehen und das Kassler zum Ende direkt über dem Sauerkraut positionieren. Ich persönlich würde das Sauerkraut erst ca. 3 Std. vor dem erhofften Ende in den Smoker oder Gasgrill geben.

Den Apfelessig habe ich mit dem Apfelsaft verrührt und zum Sauerkraut gegeben. Jetzt wird das gewürzte Kassler aus der Folie befreit und auf das Sauerkraut gelegt.

Da das Kassler beim Zubereiten Flüssigkeit verliert, habe ich die Menge Apfelsaft eben reduziert. Außerdem gibt das Kassler eh noch einen schönen Geschmack an das Kraut ab.

Für die Zubereitung im Smoker oder Gasgrill würde ich die doppelte Menge Flüssigkeit wählen.

Ich habe jetzt nur noch den Deckel aufgelegt und den Bristol auf High gestellt. So sollte er jetzt knapp 10 Std. laufen.

Ich Smoker oder Gasgrill sollte man bei 110 Grad und der Größe des Kassler in etwa 12-14 Std. einplanen. Aber auch 10 Std. könnten schon reichen. Das Fleisch braucht eben so lang wie es braucht. Aber bei Kassler kann man es laut der Überwachung mit einem Grillthermometer ja einigermaßen gut abschätzen.

Nach gut 10 Std. habe ich das Kassler vorsichtig aus dem Slow Cooker gehoben und kurz beiseite gelegt.

Nun war erstmal das Sauerkraut dran. Dieses habe ich von den Lorbeerblättern und den Wacholderbeeren befreit und mit dem Grill.- und Steakpfeffer von Spicebar abgeschmeckt.

Jetzt wurde das Kassler mit 2 Gabeln vorsichtig gerupft. Es war schön zart und ließ sich einfach Pullen.

Das Burger Bun wurde auf den Schnittseiten angetoastet und die Scheibe Ananas angegrillt. Dies könnt ihr in einer Pfanne machen. Ihr könnt sie aber auch so lassen wie sie ist oder wie ich im Steakreaktor kurz bei 850 Grad ankokeln.

Zum Zusammenbauen kommt erst das Sauerkraut auf die Bun-Unterseite. Nun die Scheibe Ananas, das Pulled Kassler und eure BBQ-Sauce. Ich habe die Winter Edition von Fienschmecker genutzt. Mit ihrem leichten Zimt.- und Pflaumengeschmack gibt sie dem Ganzen einen Extrakick und lässt es schön Winterlich daherkommen.

Fazit

Es wurde ein schöner und leckerer Rustikaler Burger der frisch und winterlich daherkommt. Für die, den Geschmack von Meerrettich nicht mögen empfiehlt sich Senf zu nutzen. Wobei der Geschmack vom Meerrettich so gut wie gar nicht mehr zu schmecken ist. Nur wenn man weiß was drin ist spürt man ihn.

Die Variante im Slow Cooker ist eine schöne Alternative. Selbst für Pulled Pork. Und in Zeiten von Rauchsalz und Liquid Smoke muss man auch nicht mehr auf den Rauchgeschmack verzichten. Allerdings ist die Variante aus dem Smoker natürlich die wahre und unschlagbare Methode. Aber auch Alternativen können super schmecken. Dies beweist dieser Burger.

 

Guten Hunger

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