Pulled Overkill mit Pulled Pork, Pulled Beef und Pulled Kasseler

Eine kleine Feier am Wochende war der richtige Rahmen um mal fast alle Pulled-Varianten zusammen auszutesten und geschmacklich zu vergleichen.

Dazu genutzt wurde natürlich der El Fuego Portland. Dafür eingekauft habe ich einen ca. 3 Kilo schweren Schweine Nacken, einen ca. 4 Kilo schweren US Beef Nacken und ein ca. 2,8 Kilo schweres Stück Kasseler. Alles wurde wie gehabt einen Tag vorher vorbereitet. Heißt natürlich einen Tag vorm Smoken. Wer also Samstag essen möchte der muss Donnerstag würzen und Freitag anfangen mit Smoken. Zumindest ist meine Vorgehensweise immer so.

Der Schweinenacken sowie das Kasseler wurden gleich gewürzt. Wobei das Kasseler keine große Zeit benötigt um Gewürze aufzunehmen. Schließlich ist es gepökelt und schon mal leicht geräuchert worden. Aber wenn man schonmal dabei ist. Somit wurde beides mit Senf eingerieben und mit dem „Pull that Piggy“ von Ankerkraut gewürzt. Den US Beef Nacken habe ich einfach mit dem „Best of Beef“ von Stebis Feinkostmanufaktur gewürzt. Dies besteht aus Meersalz, Petersilie, schwarzem und weißem Pfeffer, Rosmarin und Zwiebel. Bei Rind sollte man nämlich einen eher Paprikafreien Rub nutzen. Für den Nacken ging auch die komplette 45 Gramm Dose drauf. Auf das Spritzen der Nacken habe ich verzichtet.

Alles zusammen wurde eng in Folie vepackt und zum einziehen der Gewürze über Nacht in den Kühlschrank gelegt. Hier legt ihr es am Besten auf Teller oder in Schalen denn hier kann Flüssigkeit austreten und euch den Kühlschrank versauen.

Am Tag des Smoken wurde das Fleisch mittags aus dem Kühlschrank genommen. Das Kasseler habe ich noch im Kühlschrank belassen da ich es verzögert einlegen wollte.

Gewürztes Pulled Pork und Pulled Beef

Gegen 17:00 Uhr wurde der Portland gezündet und eingeregelt. Hierbei habe ich eine große GN-Schale mit vorgewärmten Wasser als Wasserbehälter genutzt da diese weit länger hält als die serienmäßige Schale. Es sollte eben eine ruhige Nacht werden. Der Portland hatte schnell seine 110 Grad erreicht und das Fleisch sowie die mit 4 vollen Händen gefüllte Räucherschale kamen in den Portland. Genutzt wurden wieder Smokewood Germany Whisky Flavored. Als Variante Rough Cut. Zeit war 17:30 Uhr.

Kurz vorm ins Bett gehen wurde nochmal schnell warmes Wasser eingefüllt und gut. Um 03:30 Uhr sackte die Temperatur im Portland unter 100 Grad und das Maverick weckte mich. Kurz nachgeregelt und wieder hingelegt. Keine 8 Minuten und es klingelte wieder. Temperatur über 120 Grad. Wieder raus und alte Einstellung genutzt. Alles wieder bestens. Was das war weiß wohl nur der Portland der nicht wollte dass ich frecherweise einfach durchschlafe. Wind war jedenfalls keiner. Nunja.

Um 07:00 Uhr schellte mein gestellter Wecker. Kasselerzeit. Also raus damit zum Portland. Die Wasserschale wurde gegen die Originale getauscht da die Große auf dem dritten Rost stand. Ebenso wurde ab jetzt der zweite Fühler des Maverick scharf geschaltet. Dies steckte seit Anfang an im oben liegendem Beef. Die beiden Schweine wurden mit dem Pen von Maverick überwacht.

Das Pork sowie das Beef liefen fast im Gleichschritt. Das Kasseler holte gut auf. Ich hatte gedacht dass es mit gut 10 Std. hinkommen könnte da es ja schonmal vorbearbeitet war. Mhhhh.

Gegen 17:00 Uhr hatten Pork und Beef eine KT von 94 Grad. Das Kasseler 74 Grad. Pork und Beef kamen nun zum Ruhen beiseite.

Um 18:00 Uhr kam das Pork als erstes dran:

Pulled Pork vorm pullen

Ein super zartes Pulled Pork präsentierte sich. Es wurde im eigenen Saft gepullt und mit der SteakSauce von Fienschmecker, der Dolliesaus und meinem Weißkrautsalat serviert. Dieser wurde nur noch mit Rotkohl verdoppelt. Das Pull that Piggy bringt einen echt leckeren Geschmack an das Fleisch und wirkt dabei nie übertrieben oder hebt sich hervor. Es ist einfach da und superlecker. Klasse.

Lecker sage ich euch.

Kurz danach war das Beef dran:

Auch dieses war super zart. Da es etwas mehr Flüssigkeit verloren hatte musste ich etwas abkippen. Es wäre sonst zu matschig geworden. Serviert wurde es gleich wie das PP. Das Beef verliert etwas mehr Gewicht wie Pork und ist von der Struktur etwas fester. Das Gewürz hormonierte super zum Fleisch und war auch hier nie aufdringlich. Eine Klasse Note.

Hammer kann man nur sagen.

Gegen 19:00 Uhr habe ich das Kasseler rausgeholt. Es hatte leider erst eine KT von 78 Grad.

Leider ging der gedachte Plan also nicht auf. Auch das Kasseler hätte weit früher mit aufgelegt werden können. Aber dafür sind solche Tests ja da. Trotzdem wurde es versucht zu pullen. Es war schwer aber alles geht wenn man es will. Leider wurde ein Bild vom Burger aufgrund der Völle vergessen. Aber es war ja nicht das letzte mal. Denn auch dies war Megalecker und lädt zu weiteren Versuchen ein.

Also was ein Test. Alles in allem hat jede Variante Megalecker geschmeckt. Das Kasseler war hierbei natürlich etwas salziger. Was aber super angekommen ist. Für einige war dies sogar fast der Favorite. War eben mal etwas anderes. Das Pulled Beef war vom Biss etwas fester und hatte einen rustikaleren Geschmack gegenüber dem Pulled Pork. Das „Best for Beef“ hat hier einen super Job gemacht und dem Fleisch eine klasse Note verliehen. Naja und das Pulled Pork als Klassiker muss ja nicht beschrieben werden. Somit war jede Variante für sich ein Hit und es gibt für mich nicht wirklich einen klaren Gewinner. Eher die Erkenntnis dass es nich immer nur Pulled Pork sein muss. Selbst mit Kasseler kann man seine Gäste überraschen und überzeugen. Also eher mal den Mut und was anderes machen. Es lohnt auf jedenfall.

Zum Portland sei noch gesagt:

Eine Maschine die läuft wie ein Uhrwerk. Wenn es einen nicht mal kurz ärgern will. Schon erschreckend da das Material dies nie vermuten lässt. Bis jetzt absolut Top. Die Variante das Fleisch in den Behältern zu garen ist einfach klasse. Die aufgefangene Flüssigkeit birgt soviel Geschmack. Sie beim oder nach dem pullen nochmal beizugeben bringt nochmal eine zusätzliche Saftigkeit und vor allem echten Geschmack. Man muss auch keine Angst haben dass kein Rauch an das Fleisch kommt. Da kommt genug ran. Ich hatte bei allen Stücken einen schönen Rauchring und ersaufen tut das Fleisch jetzt ja auch nicht. Also für mich eine klasse Sache die so weitergeführt wird. Wenn ihr Reste einvakumiert dann gebt hier auch etwas Flüssigkeit bei. Das macht das Fleisch beim aufwärmen im Wasserbad gleich wieder schön fit und es trocknet nichts aus. Habt ihr keine Flüssigkeit mehr dann nehmt einfach etwas Butter.

Ich wünsche euch viel Spaß beim testen. Besser und anders geht bestimmt immer aber so eben auch und Geschmack ist was einem schmeckt.

Hossa

 

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